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Ein seltener Vogel
für Christof Stählin
Mit biegsamer Feder zieht er seine Kreise
Durch gläserne Höhenlüfte
Erlauscht in der lautlosen Bö eine Weise
Die Mückchen sind ihm eine Götterspeise
Voll atemberauschender Gifte
Sein Blick in die Tiefe verrät ihn als Jäger
Er stürzt sich in sicherem Tanz
Hinab, und im Flug wird der Horizont schräger
Und schon hascht sein Schnabel auch kleinste Erreger
Und daraus die feinste Substanz
Die kittet er zärtlich zu einem Gezweige
Und setzt es auf festes Geäst
So steht auf dem Stamm eine weitere Steige
Zur Höhenluft nah an der Wetterscheide
Und ist doch kein ruhiges Nest
Kai Malte Fischer, 1996 |
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