Zu leben   (Kokon II)  
 

Und dann ein Wehen und Vibriern
Und über mir riß der nebelhaft gesponnene Chiffon
Zur Sonne fiel ich heraus aus dem Kokon

Andre Farben
Brennen in meinen Augen
Welt, was bist du hell
Soviel haben
Meine Sinne zu saugen
Aus diesem quirligen Quell

Lang genug bin ich gestorben
Ach, all die Zeit
War ich dem Tode viel zu treu
Hab von ihm genug erworben
Und bin ihn leid
Zu leben ist mir ganz neu

Soviel Wege
Liegen zu meinen Füßen
Welt, was bist Du weit
Und ich rege
Mich, den Wind zu begrüßen
Der mir die Flügel verleiht

Lang genug bin ich geworden
Ich bin bereit
Zu sein, was ich geworden bin
Übermächtig überborden
Soll meine Zeit
Zu leben hat soviel Sinn

Und jene alten Melodien
Sie spannen weit sich hinein in alle Breiten, bis sie ganz
Allmählich erklingen als ein neuer Tanz

Soviel Räume
Die die Flügel berühren
Welt, was bist du groß
Aus die Träume
Die zum Bleiben verführen
Bleiben will ich grenzenlos

Lang genug bin ich geboren
Längst war es Zeit
Mich aus der Höhle zu befrein
War der Welt so lang verloren
Ich bin soweit
Zu leben heißt endlich: Sein
 
 

Text und Musik:
Kai Malte Fischer, 2000


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