Gefunden
 

Unter diesem Abendglanz
Und über allem andern
Wollen wir die Zeit bis ganz
An ihren Rand erwandern
Unter diesem Abendleuchten
Und vor allen Dingen
Woll’n wir sie auf schauerfeuchten
Feldern heut’ verbringen

Was sein wird, das wird sich von selber ergeben
An Wege sind wir nicht gebunden
Was uns schon suchte, solange wir leben
Heut nacht haben wir es gefunden

Wir sind uns rätselhaft und nah
Wie alte Kindermärchen
Und nun erzählen Haut und Haar
Den Häuten und den Härchen
Und alles ist so fremdvertraut
Und unser Blick wie blind
Doch sehen wir mit Haar und Haut
Was wir dahinter sind

Und wie wir die Welt aus den Angeln dann heben
Und einfach so vielfach umrunden
Was uns schon suchte, solange wir leben
Heut nacht haben wir es gefunden

Wach sind wir so hell wie Heu
Und Schlaf ist überhaupt
Ein Traum, der uns sehr schnell und scheu
Nur Augenblicke raubt
Und lässig lehnt die Zeit am Mond
Und unterbricht ihr Rennen
War'n wir es wirklich mal gewohnt
Einander nicht zu kennen?

Und wie in uns noch einmal Jahre erbeben
Vergehen so reglos die Stunden
Was uns schon suchte, solange wir leben
Heut nacht haben wir es gefunden
  
 

Text und Musik:
Kai Malte Fischer, 2001


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