Seit 2001 sind meine Frau und ich von Freunden und Verwandten immer wieder mit Himalayasalz-Podukten und den sagenhaften Thesen eines gewissen Peter Ferreira konfrontiert worden. Die damit verbundenen Heilsversprechungen erschienen uns auf Anhieb dermaßen unglaubwürdig, dass ich anfing, im Internet zu recherchieren. Was ich im Laufe der Jahre fand, war dies:

Peter Ferreira
Gesammelte kritische Stimmen zum Thema
"Peter Ferreira" und "Himalaya-Kristallsalz"

Himalaya-Salz ?

Die folgenden Artikel habe ich aus dem Internet kopiert. (25.11.2003 - 15.04.2005)
Ich hoffe, dass die Autoren/-innen nichts gegen diese Form der Weiterverbreitung ihrer Erkenntnisse haben.

Die zum damaligen Zeitpunkt gültigen Quellenangaben befinden sich unter der jeweiligen Überschrift. 

Kai Fischer
(Kontakt)


Auf dieser Seite:
(per Mausklick kommen Sie direkt zum entsprechenden Text)


Anika Kühn / Verband für unabhängige Gesundheitsberatung:
Das Geschäft mit dem Himalayasalz


ZDF / "WISO ermittelt":
Teure Würze aus dem Himalaya


Walter von Holst:
Kristallsalz in aller Munde, gesalzene Preise in allen Läden - und wer profitiert?
(+ kritische Anmerkungen von Kai Fischer)



Nico Böer:
Pseudowissenschaft vom „Kristallsalz“ kritisch beleuchtet
(+ kritische Anmerkung von Kai Fischer)



"Marisol" / Mercedes Ferreira:
Kristallsalz: endlich eine Reaktion


Reaktionen auf diese Seite:

"Mayer" / Kai Fischer:
E-Mail vom "Landkaufhaus Mayer"... und meine Antwort
(Anmerkung: Das "Landkaufhaus Mayer" vertreibt das Ferreira-Himalaya-Salz.)
...
...
Weitere externe Links:

Ludmilla Tüting:
Neue esoterische Abzocke: Der "Jungbrunnen" Himalaya-Salz. Von den Mythen "Shangri-La" über die "Fünf Tibeter" zur weißen Wellness

Adriana Ascoli:
Esoterik im Bio-Laden: Die Himalaya-Bauchlandung
...





Verband für unabhängige Gesundheitsberatung (UGB)
Autorin: Dipl. oec. troph. Anika Kühn/wf

Das Geschäft mit dem Himalayasalz

Quelle im Internet: http://www.ugb.de/dmlc/n/6/140889/

Himalayasalz ist durch das Buch "Wasser und Salz - Urquell des Lebens" von Barbara Hendel und Peter Ferreira in die Schlagzeilen und die Regale von Apotheken, Naturkostläden und Reformhäuser geraten. Das Kristallsalz ist ein natürlich vorkommendes unraffiniertes Steinsalz, das im Laufe von Jahrtausenden durch Verdunstung früherer Meere entstanden ist. Es wird auch unter der Bezeichnung Hunza-Kristallsalz oder Natürliches Kristallsalz angeboten und vor allem über das Internet vertrieben. Das Salz enthält neben Natriumchlorid auch viele unterschiedliche Mineralstoffe. Neben anderen Wirkungen soll es vor allem zur Mineralstoffversorgung des Menschen beitragen, den Körper "entschlacken" und den Kreislauf stärken. Für diese Versprechungen fehlen zum Teil die wissenschaftlichen Belege, zum Teil sind die Behauptungen nicht haltbar. Im Gegensatz zu Kristallsalz wird herkömmliches Speisesalz von den Autoren stark kritisiert. Viele Aussagen zu handelsüblichem Kochsalz sind unzutreffend und wissenschaftlich nicht nachweisbar.

Aussage 1:
Natriumchlorid (NaCl) sei eine giftige und aggressive chemische Substanz und trage zur Bildung übersäuerter Ödeme bei.

Es ist eine anerkannte Tatsache, dass Natriumchlorid für den menschlichen Körper unerlässlich ist, da es zur Aufrechterhaltung lebensnotwendiger Funktionen dringend benötigt wird. Sowohl Kristallsalz (> 99 %) als auch herkömmliches Kochsalz (> 97 %) bestehen zum größten Teil aus Natriumchlorid.

NaCl ist chemisch nicht besonders aggressiv. Es zerfällt in wässriger Lösung zu Natrium- und Chloridionen. Circa 80 g fungieren im menschlichen Organismus als Basis des Blutes und der Zellflüssigkeit. Beide Ionen sorgen in gelöster Form für konstante Volumenverhältnisse von Zellen und extrazellulärer Flüssigkeit. Die tägliche Zufuhr an Natriumchlorid sollte ca. 2,5 g nicht unterschreiten, um die Verluste über die Nieren zu kompensieren und die lebensnotwendigen Körperfunktionen aufrecht zu erhalten.
Erst ab einer Verzehrsmenge von mindestens 0,5 g pro kg Körpergewicht und Tag kann NaCl für den Menschen tödlich sein. Bei einem Körpergewicht von 70 kg entspricht dies mindestens 35 g Speisesalz pro Tag, was geschmacklich nicht akzeptabel ist. In Deutschland werden im Durchschnitt zur Zeit etwa 6-8 g Kochsalz pro Tag aufgenommen. Der toxische Wert wird also bei weitem nicht erreicht. Dennoch sollte Kochsalz im privaten Haushalt möglichst sparsam verwendet werden, da ein erhöhter Konsum das Risiko für verschiedene Krankheiten wie z.B. Bluthochdruck erhöhen kann. Für den gesunden Menschen ist NaCl beim Verzehr in üblichen Mengen keinesfalls als "giftig" zu bezeichnen. Ödeme sind Wassereinlagerungen in Geweben, die verschiedene Ursachen haben können. Da, neben anderen, auch Natriumionen Wasser im Organismus binden, kann theoretisch durch eine massive Anhäufung von Natrium die Menge des Blutplasmas und der Flüssigkeitsgehalt der Gewebe ansteigen. Zu Ödemen führt das allerdings nur, wenn die Nierenfunktion eingeschränkt ist, oder zusätzlich andere Erkrankungen vorliegen. Die gesunden Nieren vermögen einen moderaten Salzüberschuss problemlos auszuscheiden (s. Aussage 2).

Aussage 2:
Die Fähigkeit zur Ausscheidung von Natrium- und Chloridionen sei begrenzt, überschüssiges Salz lagere sich in Knochen und Gelenken ab.

Pro Tag können die Nieren bis zu 20 g Natrium- und Chloridionen problemlos ausscheiden. Wenn an einem Tag mehr als 20 g Kochsalz verzehrt werden, wird diese Menge innerhalb von 3-5 Tagen von den Nieren eliminiert. Da sowohl Natrium- als auch Chloridionen für unseren Organismus eine große Bedeutung haben, hat die Natur ein sehr feines Regulationssystem entwickelt, das den Wasser- und Elektrolyt-Haushalt unseres Körpers über weite Bereiche unabhängig von der aufgenommenen Salz- und Flüssigkeitsmenge konstant hält. Die Nieren sind in der Lage, einen Wasser- und/oder Elektrolytmangel relativ schnell auszugleichen, sowie einen Wasser- oder Salzüberschuß schnell zu beheben.

Hendel und Ferreira behaupten, dass Natrium- und Chloridionen in Knochen und Gelenken re-kristallisieren und diese Kristalle rheumatische Erkrankungen auslösen. Es sind bislang keine Mechanismen bekannt, die diese Aussagen stützen würden.

Aussage 3:
Jod und Fluor seien "hochtoxisch" und sollten Speisesalz nicht zugesetzt werden.

Sowohl Jod als auch Fluor sind lebensnotwendige Nährstoffe, das heißt, der Körper ist auf eine regelmäßige Zufuhr angewiesen. Jod ist unter anderem für die Bildung von Schilddrüsenhormonen verantwortlich. Jodiertes Speisesalz enthält 15-25 mg Jodat pro kg Salz. Bei einer durchschnittlichen Salzaufnahme pro Tag von 6-8 g und der Annahme, dass alle verzehrten Lebensmittel und Speisen mit Jodsalz hergestellt wurden, entspricht dies täglich 90-200 µg Jod. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ist für gesunde Erwachsene eine lebenslange Jodzufuhr von bis zu 1000 µg pro Tag gesundheitlich unbedenklich. Selbst bei Patienten mit autonomen, Schilddrüsenhormone produzierenden Bezirken der Schilddrüse ("heiße Knoten") ist die Jodmangelprophylaxe mit Jodsalz gesundheitlich unproblematisch.

Fluor benötigt der Körper vor allem zum Aufbau von Knochen und Zähnen. Über die durchschnittliche Ernährung wird der Bedarf an Fluor in der Regel gedeckt. Trotzdem wird aufgrund der weiten Verbreitung von Karies für deren Prophylaxe fluoridiertes Speisesalz (250 mg Fluorid pro kg) angeboten. In manchen Ländern wird außerdem Trinkwasser fluoridiert, Kinder bekommen häufig Fluoridtabletten und die meisten Zahnpasten sind mit Fluoriden versetzt.
Eine Aufnahme von 4 mg Fluorid pro Tag gilt für gesunde Erwachsene als sicher und unbedenklich. Eine höhere Aufnahme kann zu chronischen Schäden wie geflecktem Zahnschmelz, brüchigen Zähnen, Skelett- und Schilddrüsenveränderungen sowie Nierenschäden führen. Um dies zu vermeiden, sollte - wenn überhaupt - nur eine der genannten Prophylaxemaßnahmen gewählt werden. Also entweder fluoridiertes Trinkwasser oder fluoridiertes Speisesalz oder fluoridierte Zahnpasta. Ist fluoridiertes Salz die einzige Supplementierungsform für Fluorid, ist die Konzentration von Natriummonofluorphosphat in Speisesalz für den Menschen unschädlich.

Aussage 4:
Aluminium, welches zur Erhöhung der Rieselfähigkeit in handelsüblichem Speisesalz eingesetzt wird, sei giftig.

Die toxische Grenze von Aluminium liegt bei einer Aufnahme von 5 g pro Tag. Die durchschnittliche tägliche Gesamtaufnahme von Aluminium liegt in Deutschland bei etwa 3-12 mg pro Tag, also nur einem Bruchteil der toxischen Menge.
Der menschliche Körper enthält etwa 60 mg Aluminium, dessen Funktionen aber nicht eindeutig geklärt sind. Vermutlich ist Aluminium für den Menschen nicht essentiell. Aluminium ist als Lebensmittelzusatzstoff für verschiedene Zwecke zugelassen: Farbstoffe, Stabilisatoren, Füll- und Festigungsmittel sowie Trennmittel für pulverförmige Lebensmittel wie Kochsalz können Aluminium enthalten. Die durch handelsübliches Speisesalz aufgenommene Menge an Aluminium ist nach heutigem Stand der Wissenschaft gesundheitlich unbedenklich. Der Zusatz zu Salz ist bei korrekter Lagerung, die ein Feuchtwerden ausschließt, aber auch überflüssig.

Aussage 5:
Sole aus Kristallsalz und reinem Quellwasser helfe, den Körper zu "entschlacken".

Zusätzlich zur normalen Ernährung soll nach Hendel und Ferreira täglich ein Teelöffel Sole (Kristallsalz mit Quellwasser verdünnt) eingenommen werden. Dadurch würden Schwermetalle und Gefäßverkalkungen aus dem menschlichen Körper geschwemmt.
Eine normale Ernährung nur durch einen Teelöffel Sole zusätzlich zu ergänzen, scheint wenig sinnvoll, um eine Ausschwemmung von "Schlacken" zu fördern. Für eine Entlastung des Stoffwechsels kann es sinnvoll sein, Fastenzeiten einzulegen. Während Fastenzeiten kommt es relativ schnell zur Normalisierung von Blutzucker-, Blutfett- und Cholesterinwerten. Fasten kann auch dazu beitragen, Schadstoffe aus dem Körper zu eliminieren. Durch den Fettabbau können beispielsweise im Fettgewebe gespeicherte Dioxine wieder mobilisiert und so ausgeschieden werden. Allerdings ist diese Beobachtung nicht unumstritten, da die Giftstoffe bereits die Leber passiert haben und dort mindestens teilweise entgiftet wurden.
Ein Mechanismus für die Ausscheidung von Schwermetallen durch Salzlösung ist uns nicht bekannt.

Aussage 6:
Salz sollte nicht wegen des Geschmacks sondern wegen seiner "Schwingungsmuster" - die denen unseres Körpers entsprechen- eingenommen werden. Durch in Wasser gelöstes Kristallsalz wird viel Biophotonenenergie aufgenommen, die dem Körper sonst nicht zur Verfügung steht.

Forschungen zu Schwingungen und Biophotonen sind in der konservativen Wissenschaft noch sehr umstritten. Ein Spezialist auf dem Gebiet der Biophotonenforschung, Prof. Fritz-Albert Popp, konnte in seinen Untersuchungen zwar reproduzierbare Unterschiede von Kochsalz- und Kristallsalzlösungen nachweisen. Ob daraus allerdings die dem Kristallsalz nachgesagten positiven Effekte abzuleiten sind, bleibt unklar.
Nach Herrn Prof. Popp sind die Aussagen über Biophotonen im Buch "Wasser und Salz - Urquell des Lebens" "alles andere als akzeptabel".

Aussage 7:
Jeden Morgen ein Teelöffel Sole aus Kristallsalz soll die Leitfähigkeit im Körper verbessern und sich damit positiv auf den Kreislauf auswirken.

Der menschliche Organismus benötigt etwa 2,0 g Natriumchlorid täglich, um die Volumenverhältnisse im Körper aufrechterhalten zu können (vgl. Aussage 1) und die Gewebespannung zu gewährleisten. Bei der in Deutschland üblichen Ernährung wird dieser Wert immer erreicht, da vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln reichlich mit Salz gewürzt wird. Durch die körpereigene engmaschige Regulation (vgl. Aussage 2) kann auch ein erhöhter Kochsalzkonsum die Elektrolytkonzentrationen im Blut nicht erhöhen. Eine zusätzliche Aufnahme von Sole ist daher nicht notwendig, sondern stört eher den Wasserhaushalt und belastet den Stoffwechsel und die Nieren.

Argument 8:
Die Mineralien aus Mineralwasser (besonders Calcium) können vom Körper nicht aufgenommen werden. In Kristallsalz dagegen sollen sie in bioverfügbarer Form vorliegen.

Untersuchungen zur Bioverfügbarkeit von Calcium zeigen, dass diese speziell aus Mineralwasser der aus anderen Lebensmitteln mengenmäßig entspricht. Für andere Mineralstoffe (außer Magnesium und Mangan) sind uns keine Untersuchungen bekannt. Aufgrund der chemischen Form von Mineralstoffen in Mineralwasser ist jedoch ebenfalls eine gute Verfügbarkeit wahrscheinlich.
Insofern ergibt sich keine Notwendigkeit zur Anreicherung der Nahrung mit Kristallsalz, um den Mineralstoffbedarf zu decken. Durch eine vollwertige Ernährung, vor allem durch einen hohen Anteil von unverarbeiteten Lebensmitteln, wird der individuelle Bedarf an allen Mineralstoffen ausreichend gedeckt.
Außerdem sind die absoluten Mineralstoffgehalte im Kristallsalz so gering, dass angesichts der üblichen Verzehrsmenge dieses Produkt keinen nennenswerten Beitrag zur Bedarfsdeckung an Nährstoffen leisten würde. Kristallsalz als "reich an Mineralstoffen" zu bezeichnen, ist schlicht Irreführung des Verbrauchers.

Zusammenfassung:

Besondere Wirkungen auf den Körper durch den Verzehr von Kristallsalz aus dem Himalaya sind bislang nicht wissenschaftlich belegt. Aus gesundheitlicher Sicht ist es daher keinesfalls gerechtfertigt, "Natürliches Kristallsalz" dem gewöhnlichen Kochsalz vorzuziehen. Angesichts des vergleichbaren Gehalts an Natriumchlorid sollten sowohl Kristallsalz als auch handelsübliches Speisesalz nur sparsam eingesetzt werden.
Generell kann es aus ökologischen Gründen nicht sinnvoll sein, ein Lebensmittel, welches genauso hierzulande verfügbar ist, über Tausende von Kilometern zu transportieren. Zusätzlich ist es (im Vergleich zu im Handel erhältlichem Speisesalz für ca. 2 EURO pro kg) sehr teuer (7-25 EURO pro kg) und nützt statt der Gesundheit der Verbraucher vor allem dem Kontostand der vertreibenden Firmen.

Dipl. oec. troph. Anika Kühn/wf

Quellen:
Algavital Vertriebs GmbH, A-Zurndorf (Hrsg.): Produktinformation Himalaya Kristallsalz. o.J, Bezug: Algavital Vertriebs GmbH, Römerstr. 10, A-2424 Zurndorf, Tel.: 02147-7000-200
Arbeitskreis Jodmangel (Hrsg.): Aufstellung über iodhaltige Arzneimittel, Desinfektionsmittel, Röntgenkontrastmittel und sonstige Produkte. Bonn, o.J.
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (Hrsg.): Ernährungsbericht 2000, S. 58-65, Druckerei Henrich, Frankfurt 2000
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. u.a. (Hrsg.): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Umschau Braus, Frankfurt 2000
Biesalski, H.-K. u.a.: Taschenatlas Ernährung. S. 270, Thieme, Stuttgart 1999
Briner, V.; Truniger, B.: Störungen des Natriumhaushalts. In: Schweiz.Med.Forum 29/30, S. 755-759, 2001
Fahrner, H.: Fasten als Therapie. 2. Aufl., S. 28-30, Hippokrates, Stuttgart 1991
Hendel, B.: Lebenselexier Natürliches Kristallsalz. In: Natur und Heilen 3, S. 14-22, 2002
Koerber, K. v. u.a.: Vollwert-Ernährung. Konzeption einer zeitgemäßen Ernährungsweise. 9. Aufl., Haug, Heidelberg 1999
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N.N.: Aluminium. aus: www.uniterra.de/rutherford/, März 2002
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N.N.: Aus welchen Lebensmitteln kann man Calcium am besten aufnehmen? Wie gut ist Calcium aus Mineralwasser verwertbar? In: DGE-info 5, S. 5-6, 1995
N.N.: Chlor. aus: www.uniterra.de/rutherford/, März 2002
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N.N.: Jod. aus: www.uniterra.de/rutherford/, März 2002
N.N.: Natrium. aus: www.uniterra.de/rutherford/, März 2002
N.N.: Natürliches Kristallsalz. aus: www.salzdeslebens.de/seite1.htm, März 2001
N.N.: Was ist natürliches Kristallsalz? aus: www.wasserinstitut.ch/kristallsalz.html, März 2002
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Rehner, G.; Daniel, H.: Biochemie der Ernährung. S. 235, 344-353, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999
Täufel, A. u.a.: Lebensmittellexikon A-K Bd. 1. 3. Aufl., S. 582, Behr´s, Hamburg 1993
Täufel, A. u.a.: Lebensmittellexikon L-Z Bd. 2. 3. Aufl., S. 59, Behr´s, Hamburg 1993
Thews, G. u.a.: Anatomie Physiologie Pathophysiologie des Menschen. 5. Aufl., S. 411-412, 443-446, Wissenschaftliche Buchgesellschaft mbH, Stuttgart 1999
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World Health Organisation: Iodine deficiency disorders eliminated by the year 2000. Resolution of the 43rd World Health Assembly. In: WHO Features 143, 1990






ZDF-Ratgeber
"WISO ermittelt" (TV-Sendung "WISO" vom 14.03.2005)

Teure Würze aus dem Himalaya

Quelle im Internet: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,2275027,00.html

Das angeblich einzig wahre Himalayasalz - das sogenannte Hunza-Kristallsalz - gibt es im bayerischen Siegsdorf bei Peter Ferreira zu kaufen. Für den stattlichen Preis von 22 Euro pro Kilo bekommt man die angeblich heilenden und reinigenden Eigenschaften des Salzes. Die gleiche Menge Küchensalz aus dem Supermarkt kostet lediglich 50 Cent.

Peter Ferreira erklärt, dass das normale Küchensalz gar kein Salz sei, sondern nur Natriumchlorid (NaCl). Ausschließlich Himalayasalz verdiene wirklich die Bezeichnung Salz. "Salz besteht in natürlichem Sinne aus mehr als nur Natriumchlorid. Chemisch-analytisch sind etwa 84 Elementen nachweisbar, von denen Natrium und Chlorid nur zwei sind", sagt Ferreira.

Versprechungen in der Werbung
Laut einem Werbevideo kann man angeblich "selbst Strahlungsverhältnisse mit nichts anderem als der kristallinen Struktur von Salz neutralisieren und vollständig verändern." Himalaya-Salz soll demnach auch gut für das Wohlbefinden sein, gegen Fußpilz und gegen Übergewicht helfen.

WISO will es genau wissen und lässt das besondere Salz an der Technischen Universität Clausthal untersuchen. Der Mineraloge dort kann keine besonderen Energien im Salz nachweisen und auch keine 84 Elemente, sondern nur zehn. Außerdem entspricht der Anteil an Natriumchlorid nicht dem internationalen Standard für Speisesalz: Der müsste bei mindestens 97 Prozent liegen. Die untersuchten Proben enthalten etwa 94 bis 95 Prozent Natriumchlorid und etwa drei Prozent Polyhalit.

Kein wirklicher Unterschied
"Das Salz unterscheidet sich in seiner chemischen Zusammensetzung in keinster Weise von anderen natürlichen Steinsalzen. Gegenüber dem bekannten Küchensalz unterscheidet es sich nur dadurch, dass es mehr Verunreinigungen enthält", sagt Mineraloge Michael Siemann.

Demnach ist Himalayasalz nichts weiter als Natursalz, das genauso gut aus einem deutschen Bergwerk stammen könnte. Aber angeblich kommt es ja aus dem Himalaya, genauer gesagt aus dem Karakorum-Gebirge in Pakistan. Beweisen kann der Hersteller das nicht.

Weite Transportwege
Der Pakistan-Kenner und Geograph Professor Matthias Winiger aus Bonn ist schon oft im Karakorum-Gebirge gewesen. Dass dort Salz abgebaut wird, ist ihm nie aufgefallen. Er weiß aber, woher das Himalaya-Salz wirklich kommt.

Seinen Informationen nach stammt das Salz aus den SALT-Ranges, den weltgrößten Salzlagerstätten, die rund 300 Kilometer südlich des Himalaya und des Karakorum liegen. "Das Salz wird landesweit vermarktet und wird aus dem Tiefland in den Karakorum transportiert. Man kann es dort überall auf dem Markt kaufen", sagt Matthias Winiger.

Auch für den wissenschaftlichen Leiter der Deutschen Gesellschaft für Ernährung DGE), Dr. Helmut Oberritter, bietet Himalaya-Salz keine Vorteile: "Besondere Wirkungen auf den Körper durch Verzehr von Kristallsalz aus dem Himalaya sind wissenschaftlich nicht belegt."





Kristallsalz in aller Munde, gesalzene Preise in allen Läden - und wer profitiert? 

von Walter von Holst

Erschienen im Oktober 2002 in "ZeitGeist", Ausgabe 3/2002
Quelle im Internet: http://www.steinkreis.de/salz/steinsalz.html

Ein neues altes "Wundermittel" erobert den Markt. Es soll die Wirkung trendiger Alternativtherapeutika wie Tachyonen, Aloe Vera, Schwarzkümmel-und Teebaum-Öle, Pu-Erh- Tee, Mumijo und Heilerde in sich vereinen, ja sogar in den Schatten stellen: Kristall-Salz aus dem Himalaya. Die unkritische Euphorie allenthalben stimmte den Mineralienkenner und Autor dieses Beitrags schon früh misstrauisch. Im Zuge seiner Recherchen stieß er auf allerlei Unstimmigkeiten, die den aktuellen Salzboom in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Ausgelöst wurde der Boom von einem charismatischen Biophysiker namens Peter Ferreira. Seine atemberaubenden Vorträge rissen die Massen mit; der Tonbandmitschnitt seines weit über dreistündigen Monologs, von seinen Hörern begeistert kopiert und weitergereicht, wurde gar zum Mittelpunkt privater Hauskreise. Selbst Heilpraktikerschulen ließen sich anstecken und zeigten vor vollen Häusern Ferreiras Video "Wasser und Salz". Das gleichnamige Buch wurde in einer Gesamtauflage von 160.000 Exemplaren weit über die Gesundheitsszene hinaus zum Verkaufsschlager. Und, schier undenkbar, Salz wurde zur Mangelware. Natürlich nicht das handelsübliche Siede- und Kochsalz, sondern das "einzig echte und geprüfte Kristallsalz", jenes, das aus dem Himalaya stammen soll, dem gebenedeiten Boden, auf welchem allein es noch reine Salzvorkommen gäbe, die beinahe alle chemischen Elemente enthielten. Was machen Buch, Vortrag und Video so außergewöhnlich, dass sie einen derartigen Ansturm auf das "Kristallsalz" auszulösen vermochten? Eigentlich sind es altbekannte Inhalte in modernem Gewande: Herkömmliches Kochsalz wird raffiniert, d. h. industriell um alle fremden Bestandteile wie Mineralstoffe bereinigt. Dadurch kann es beim Konsumenten zu Mangelerscheinungen kommen. Kochsalz wird überdies mit zahlreichen E-Zusatzstoffen sowie dem umstrittenen Jod und Fluor versetzt. Die Beigabe von Aluminiumhydroxid als Rieselhilfe wird mit den immer häufiger auftretenden Nervenerkrankungen und Degenerationserscheinungen wie M. Parkinson und Multiple Sklerose in Verbindung gebracht. Naturbelassenes Salz wiederum findet auf unterschiedlichste Art medizinisch Einsatz: als Sole-Trinkkur zur Nahrungsergänzung, als Sole-Waschung bei Hautproblemen, als Salz- Hemd bei grippalen Infekten, als Salz-Wickel bei Gicht. Psoriasis-Kranke schätzen das Bad im Toten Meer und Asthma-Patienten den Aufenthalt im Salzstollen. Salzkristall-Leuchten haben sich bei Aufmerksamkeitsstörungen (ADS) bewährt.

Unterstützenswerte Aufklärungsarbeit im Dienste des Allgemeinwohles, könnte man meinen. Auf den zweiten Blick enthüllt das gar zu gut aufgemachte Buch eigennützige Interessen, um enorme Absatzmärkte für das allein selig machende "Kristallsalz" zu erschließen sowie Werbung für ein Gütesiegel und eine Zeitschrift zu machen. Dies allein soll kein Kritikpunkt sein, sofern der Inhalt des Buches einer Überprüfung standhält. Doch genau daran krankt es. Sobald Ferreira auf Unterschiede bei naturbelassenen Salzen zu sprechen kommt und das Wörtchen "wissenschaftlich" strapaziert, verheddert er sich teils innerhalb einzelner Absätze in Widersprüche oder verschraubt sich in wahlkampfartige Unverständlichkeiten. Bedeutungsschwangere Wortspiele um "verunreinigtes" kristallines Steinsalz und um "reines", aber dennoch "biophysikalisch ganzheitlich" mit allen Elementen angereichertes Kristallsalz klingen zwar bedeutsam, stiften beim Leser und Hörer jedoch eher Verwirrung. Wichtige Ungereimtheiten sollen daher im Folgenden näher betrachtet werden.

1. Unsichere Herkunft

Ferreiras Kristallsalz (jetzt wohl markenrechtlich geschützt als "Hunza-Kristallsalz") soll aus dem Himalaya, genauer gesagt aus dem Karakorum stammen, einem dem Himalaya vorgelagerten Faltengebirge. Dies ist nicht auszuschließen, jedoch eher unwahrscheinlich. Im Himalaya selbst dürfte es ohnehin keine abbauwürdigen Salzvorkommen geben. Der Grund: Der höchste Gebirgszug der Welt ist vulkanischen Ursprungs. (Salzgestein (Halit) dagegen ist ein Evaporationsgestein, welches sich durch Verdunstung von Meerwasser absetzte. Geologischer Druck hat – entgegen Ferreiras Aussagen in Vortrag und Buch – bei der Entstehung des Salzes oder der Einbindung von Fremdstoffen keine nennenswerte Funktion.) Diesem Umstand zufolge ist der Himalaya ein Salzmangelgebiet und seit Jahrhunderten auf Salzimporte angewiesen. Hauptlieferant ist die als Salt Range bekannte Region im Hügelland Nordpakistans. Dort wird ca. 70 % des weltweiten Bedarfs an Steinsalz abgebaut, ein vorzügliches naturbelassenes Speisesalz. Aufgrund seiner hohen Reinheit und Transparenz entstammt auch ein Großteil aller Salzlampen dortigen Minen. Spielt die Herkunft des Salzes überhaupt eine derart bedeutende Rolle? "Nein", meint der Dipl.-Mineraloge Bernhard Bruder, "es ist kein Unterschied zwischen so genanntem Himalaya-Salz und Steinsalz aus Pakistan nachweisbar, auch wenn das einigen nicht schmecken wird." Sein unabhängiges EPI-Institut (www.epigem.de) untersuchte über 40 Steinsalze aller Herren Länder und fand keine signifikanten Unterschiede in der chemischer Zusammensetzung, der kristalliner Ausbildung und dem Geschmack.

2. Fragwürdige chemische Zusammensetzung

Mit dem Buch entsteht der Eindruck, in Ferreiras Kristallsalz seien 86 Elemente – wenn auch in geringen Mengen – enthalten. Ergibt diese Auflistung Sinn, wenn die meisten davon außerhalb der messtechnischen Nachweisbarkeitsgrenze liegen? Selbst mit modernsten Verfahren wie der Atomabsorptionsspektrometrie (Grenzwert: 0,01 ppm (parts per million)) und der Frequenzspektroskopie (Grenzwert: 0,001 ppm) würden bereits 44 der 86 Elemente entfallen. Interessant ist an dieser Stelle, dass der Mineraliengroßhandel "Zauberstein" bereits 1999 Kristallsalz polnischer und pakistanischer Provenienz hinsichtlich seiner chemischen Zusammensetzung vom Fresenius- Institut untersuchen ließ. Damals stellte sich überraschenderweise heraus, dass sowohl das eine als auch das andere Salz trotz unterscheidbarer Optik zu 98,2 % aus Natriumchlorid bestand. Von 17 vermuteten wurden in beiden Fällen lediglich sieben Mineralstoffe nachgewiesen. Übrigens würde sich Salz, das mit Radioaktivität in Berührung kommt, durch Beugung des Kristallgitters blau verfärben. Und genau dies wäre der Fall, wenn alle "84 natürlich im menschlichen Körper vorkommenden Elemente" tatsächlich im Salz vorhanden wären.

3. Ungeordnete Ordnungskräfte

Eine weitere Untersuchung Ferreiras bezieht sich auf eine vermeintlich höhere natürliche Ordnungskraft des Himalaja-Salzes gegenüber anderen Salzen. Seine These: Je größer die Kristalle in einer abkühlenden Salzlösung, desto höher die energetische Ordnung. Tatsächlich liegt es in erster Linie an der Abkühlungsgeschwindigkeit, die bestimmt, wie viel Zeit bleibt, Kristalle auszubilden. Ohne eine präzise Temperaturkontrolle wäre jedes Testergebnis aussagelos.

4. Überzogene Wirkmechanismen

"Aus metaphysischer Betrachtungsweise können wir in natürlichem Kristallsalz bestimmter geomantischer Vorkommen den Schlüssel zu universellem Bewusstsein finden", schreibt Ferreira in einem offenen Leserbrief vom 31.12.01. Er betont dabei den Einfluss spezieller geomantischer Reizzonen auf den "Informationsgehalt" seines Salzes. Er übersieht jedoch, dass ein Salzkristall kein Bergkristall ist. Bergkristalle können durch den piezo-elektrischen Effekt bekanntermaßen Schwingungsfrequenzen speichern, was z. B. in Quarzuhren genutzt wird. Diese Speichereigenschaft trifft jedoch in keiner Weise auf das Salz zu. Ganz im Gegenteil: Letzteres wird in der Steinheilkunde zur Neutralisierung und energetischen Reinigung eingesetzt. Gerade die auflösende Eigenschaft des Salzes ist Teil zahlloser Volksbräuche.

5. Zweifelhafte Gutachten

Die Ausschließlichkeit, mit der das "echte" Kristallsalz aus dem Himalaya beschworen wird, ermuntert zu weiteren Nachforschungen. Wessen Salz wird hier beworben und verkauft? Die Adresse im Anhang des Buches verweist auf das Landkaufhaus Mayer, Siegsdorf, welches das Alleinvertriebsrecht für die Produkte des Herstellers Lichtkraft innehat. Diese Produkte werden geprüft und zertifiziert vom Institute of Biophysical Research in Teisendorf, dessen Direktor Peter Ferreira ist. Gleichzeitig ist er Inhaber der Firma Lichtkraft. Unter dem Briefkopf des Landkaufhauses findet die viel zitierte Wissenschaftlichkeit in einem "unabhängigen Forschungsbericht über die Eigenschaften der Salzkristall-Leuchten" Niederschlag. Das Copyright des Berichtes liegt bei obigem Institut, der Verfasser bleibt ungenannt. Auf demselben Dokument entdeckt der aufgeschlossene Leser sogleich die Preise für die Salzlampen. Im Text wimmelt es nur so von Rechtschreib- sowie logischen und grammatischen Fehlern. Einige Stilblüten: "Inwieweit eine Salzkristall Leuchte medizinischen Einsatz zur natürlichen Bestrahlung finden kann, ist durch notwendige Reihenuntersuchungennoch nicht durchgeführt worden" oder " ... da der Überschuss an negativen Ionen als wissenschaftlich geringfügig zu bezeichnen ist."

6. Abgehobene Preisgestaltung

"Himalaya-Salz" wird in Bioläden und Reformhäusern zu Preisen von 17–23 € je kg gehandelt. Ein Flashback aus jener Zeit, als um Salzvorkommen und -handelswege Kriege geführt und Salze als "weißes Gold" geadelt wurden. Liegt das von Ferreira untersuchte Salzvorkommen wider Erwarten tatsächlich im unzugänglichen Karakorumgebirge, mag sein Preis, in Anbetracht der Forschungen und Investitionen, durchaus gerechtfertigt sein. Alle anderen so genannten "Himalaya-Salze" sind jedoch grotesk überteuert. Der Gipfel der kuriosen Marktlage: Erstmals wird Bruch von Salzlampen per kg teurer verkauft als die fertig montierte Salzkristall-Leuchte! Unbestätigten Aussagen zufolge soll sich Ferreira inzwischen mit seiner Co-Autorin, der Ärztin Barbara Hendel, überworfen haben. Hendel wurde, als sich Ferreira im Dezember 2001 aus Enttäuschung über die Vermarktungsstrategie seiner Kristallsalzidee zurückgezogen hatte, neue Präsidentin des Fördervereins "Wasser und Salz" (geschätzte Mitgliederzahl: 15.000). In dieser Funktion habe sie gegen den Willen Ferreiras ein Gütesiegel für Kristallsalz eingeführt. Die Prüfkriterien entsprächen jedoch nicht denjenigen ihres gemeinsamen Buches "Wasser und Salz", schreibt Ferreira in seinem letzten Rundschreiben vom 31.08.02. Zudem habe der Verleger des Buches, im übrigen Hendels Lebenspartner, dieses unautorisiert mit Hinweis auf das Gütesiegel nachgedruckt und vertrieben. Insgesamt stünden, so Ferreira weiter, Lizenzgebühren in sechsstelliger Höhe im Raum. Ein weiteres trauriges Kapitel monetär versalzenen Idealismus?

Literaturangaben:
Barbara Hendel: Wasser und Salz. Urquell des Lebens, Ina Verlag, Herrsching 2002
Manfred Treml u. a.: Salz macht Geschichte, F. Pustet, Regensburg 1998 (vergriffen)


Kurz nach erscheinen des Artikels wurde eine einstweilige Verfügung angestrengt, die folgende Korrekturen notwendig macht:

Der öffentliche Brief, auf den sich manche Textpassagen beziehen, wurde per einstweiliger Verfügung verboten. Frau Barbara Hendel, Herr Heisler und Herr Peter Ferreira haben ihre Meinungsverschiedenheiten ausgeräumt und vertragen sich wieder, das heißt auch, daß der Salz-Klassiker Wasser und Salz wieder neu aufgelegt wird. Die Gesamtauflage beträgt nach Angaben Heislers nur 140.000, nicht 160.000 Exemplare, der Förderverein Wasser und Salz hat nicht wie Ferreira schätzte, 15.000 Mitglieder, sondern nur ca.200.
Unwidersprochen bleibt , daß die Herkunft der sog. Himalaya-Salze nicht das Karakorum- oder Himalaya-Gebirge ist, sondern dieSalt Range südlich von Islamabad.


Kritische Anmerkungen zum obigen Text von Walter von Holst:

1. Herr von Holst handelt selbst mit teurem Steinsalz. Seine Kritik an Peter Ferreiras Hunza-Salz entspringt also nicht nur wissenschaftlichem Aufklärungsbedürfnis sondern auch dem wirtschaftlichem Konkurrenzkampf um Salz-Konsumenten.

2. Der im Text erwähnte Diplom-Mineraloge Bernhard Bruder ist an vielerlei Stellen im Internet zu finden, allerdings immer nur im Zusammenhang mit Steinfälschungen. Selbst auf der Internetseite seines EPI-Institutes (www.epigem.de) äußert er sich merkwürdigerweise an keiner einzigen Stelle zu Salzen.

Ich danke Herrn Alexander Glahn (Mannheim) für seine Hinweise auf diese Ungereimtheiten!
(Kai Fischer, April 2005)






Pseudowissenschaft vom „Kristallsalz“ kritisch beleuchtet

von Nico Böer

Quelle im Internet: http://www.marisol.de/i15-9anews.htm
 

1. „Kristallsalz“ kritisch beleuchtet

Falsch: „Kristallsalz ist das Salz der Urmeere“

Genau – und geologisch – genommen bezeichnet man als „Urmeer“ das Meer, das den hypotetischen Urkontinent „Pangäa“ umschloss, bevor die Kontinentaldrift nach dem gängigen Modell der Plattentektonik von Alfred Wegener die einzelnen Kontinente und Meere hervorbrachte (und immer noch hervorbringt). Die Salzlagerstätten sind dagegen alle (!) jüngeren Datums. Sie sind maximal „nur“ 225 bis 275 Millionen Jahre alt und sind damit frühestens dem Perm (Zechstein-Zeitalter) zuzurechnen.

Aber sei´s drum: Selbst wenn man den Urmeer-Begriff gelten lässt, lässt sich die Behauptung, in den „Halit-Lagerstätten“ fände sich die gleiche Zusammensetzung der Elemente wie im ehemaligen (Ur)Meerwasser, leicht widerlegen:

Falsch: „Kristallsalz hat die gleiche Elementzusammensetzung wie das Urmeer“

Der von den Kristallsalzjüngern so gepriesene „Halit“ ist nichts anderes als das wohlbekannte Steinsalz: kristallines Natriumchlorid von mehr oder weniger großer Reinheit. Diese Kristallbildung – im Unterschied zu der in Lösung ablaufenden Meersalz-Kristallisation – ist das Ergebnis gesteinsbildender Prozesse, die über Jahrmillionen unter hohem geomechanischem Druck abgelaufen sind. Hierbei findet durch Umkristallisation des ursprünglich aus dem „Urmeer“ stammenden Stoffgemenges eine allmähliche Trennung der Elemente statt. Bei der Eindunstung eines Meeres setzen sich aus dem ursprünglichen Gemenge zunächst die schlechter löslichen, dann die leichter löslichen Salze ab und bilden eigene Lagerstätten – in dieser Reihenfolge nacheinander z.B. Kalk (Calciumcarbonate, CaCO3)), Gips (hydratisierte Calciumsulfate, Ca(SO4) ·2 H20), Anhydrit (Calciumsulfat, Ca(SO4)), Steinsalz (NaCl) und Kalisalz (KCl). Letzteres enthält häufig Beimengungen von Magnesiumchlorid (MgCl), die zu der bekannten starken Wasseranziehung führt (hygroskopisches Verhalten). Dieser Auftrennungsprozess lässt sich schön beobachten am Toten Meer, das ein (in diesem Sinne lebendiges) Beispiel für eine in Entstehung begriffene Kalisalzlagerstätte darstellt.

Auf Grund dieser geophysikalischen Tatsachen ist es zwar nicht völlig ausgeschlosssen, aber höchst unwahrscheinlich, dass der als „Kristallsalz“ vermarktete Halit einen der natürlichen Zusammensetzung des Meerwassers entsprechenden Gehalt an Mineralien und Spurenelementen enthält. Noch einmal: Der Halit ist das Ergebnis eines auftrennenden geomechanischen Prozesses und zeichnet sich per definitionem eben dadurch aus, dass er aus Natriumchlorid gebildet wird.

Falsch: Der geringere Natriumchloridgehalt ist auf Spurenelemente zurückzuführen.

Über Jahrmillionen stattfindende Verunreinigungen der Steinsalzlagerstätten sind häufig, z.B. durch die erwähnten anderen gesteinsbildenden Salze. Dies hat aber mitnichten etwas mit den Spurenelementen des Meerwassers zu tun, auch wenn dies die „Kristallsalz“-Kampagne von Peter Ferreira suggeriert. Nachlesen lassen sich all diese Tatsachen in vielen populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen (z.B. Steinbachs Naturführer „Mineralien“ etc.), die bei höherem Wahrheitsgehalt jedoch leider einen geringeren Verkaufserfolg aufweisen als das pseudowissenschaftliche Werk „Wasser und Salz“ von Ferreira und Co-Autorin Barbara Hendel.

Verunreinigt sind die Salzlagerstätten aber bei weitem nicht nur durch so unschädliche Verbindungen wie Kalk oder Gips. Häufig begleiten auch gesundheitsgefährdende Beimengungen die Halit-Lagerstätten. Es finden sich unter anderem Erdöl, kosmische Stäube (aus Meteoriteneinschlägen) und hochgiftige Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Arsen. (In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass „Umweltverschmutzung“ keineswegs immer von Menschenhand allein stammen muss: Die Natur hält gerade in Schichten der Erde, die dem Menschen für gewöhnlich nicht zugänglich sind, so manches Giftlein bereit.) Für die Gewinnung von Steinsalz macht man sich zunutze, dass das NaCl leichter in Lösung geht als die Beimengungen (das KCl liegt für gewöhnlich ohnehin woanders). Pumpt man also Wasser in eine NaCl-führende Schicht, löst sich als erstes das Natriumchlorid, während die Verunreinigungen zurückbleiben. Anschließend wird die so entstandene gesättigte Sole nur noch eingedampft – und fertig ist das Koch- oder Siedesalz mit einem Natriumchloridgehalt von 99,9 Prozent, sofern es nicht noch mit Rieselmitteln und künstlichem Jod versetzt wird.

Nachweis fehlt: „Kristallsalz ist gesund.“

Halten wir fest: Nur die wenigsten Salzlagerstätten weltweit führen Steinsalz in einer Reinheit, die Raffination überflüssig macht. Erfordern schon die unschädlichen Beimengungen eine Reinigung des abgebauten Steinsalzes, so erst recht die giftigen Verunreinigungen. 

Selbst wenn der als „Kristallsalz“ gepriesene Halit aus (sehr seltenen) reinen NaCl-Lagerstätten käme, bleiben diejenigen, die ihn als teures Gesundheitselixier vermarkten, den Nachweis der gesundheitlichen Unbedenklichkeit schuldig: Es kursiert einzig ein „zusammenfassendes Analyse-Zertifikat“, datiert auf Juni 2001. Es stammt vom „Institute of biophysical research“ mit Sitz in Las Vegas, USA. Der Vertreter dieses ebenso unauffindbaren wie mit falschem Englisch behafteten Scheininstituts („of“ statt „for“) für den deutschsprachigen Raum ist Kristallsalz-Guru Peter Ferreira selbst, der im oberbayerischen Teisendorf einen ebenso inexistenten deutschen Ableger zu betreiben vorgibt.

Ständige und unabhängige wissenschaftliche Analysen von Gehalt und Zusammensetzung der chemischen Elemente? Untersuchung auf giftige und gesundheitsgefährdende Beimengungen wie Schwermetallverbindungen und Erdölspuren etc.? Herkunftsnachweis? Fehlanzeige auf der ganzen Linie. 
 

2. Was schon die Römer und Griechen wussten

Warum also sollte man Steinsalz einem natürlichen Meersalz vorziehen, zumal wenn dieses nicht nur mit allen nötigen Nachweisen nebst Zertifizierung aufwarten kann, sondern im besten Sinne ganzheitlich gewonnen wird und auch noch besser schmeckt? Das war schon in der Antike bekannt: 

Schon die „Alten“ (so benannt bei Plinius.d.Ä. in seiner „historia naturalis“, Band 31) unterschieden vielerlei Sorten von „künstlichem Salz“, womit sie durch Menschenhand in Prozessen kontrollierter Aufkonzentrierung gewonnenes Meersalz meinten – im Gegensatz zum „gemeinen Salz“ aus Bergwerken. Auf 20 Seiten berichtet Plinius von zwölf Meersalzqualitäten unterschiedlicher Herkunft zur Behandlung verschiedenenster Gebrechen und geht auch auf das bereits damals hoch geschätzte „flos salis“, die Salzblüte oder „fleur de sel“, ein – sowie auf gängige Methoden zur Täuschung: So wurde damals Fleur de Sel schon mit zerriebenen Ziegelsteinen rot eingefärbt. (Heute bedient man sich hierzu anderer Mittel, siehe Text „Die Röte der Blume“ auf dieser Site  .)

In der Antike wurde der Begriff Salz sinnbildich für geistreiche Reden und Einfälle verwendet. Die Griechen nannten kluge und scharfe Ansprachen „hals“, die Römer bezeichneten mit „sales“ gewitzte Reden. Das Lateinische „salsus“ (gesalzen) bedeutete auch witzig und „insalsus“ (ungesalzen) soviel wie dumm. „Sie haben Salz und Anmut“, heißt es bei Catull (84-54 v.Chr.) und Cicero (106-43 v.Chr.) schrieb über einen hervorragenden Staatsmann: „Er übertraf alle anderen an Salz und Witzreden.“ 

Dass dem Meersalz aufgrund seiner geschmacklichen Qualitäten schon immer der Vorzug gegeben wurde, ist geschichtlich belegt: Die Monopolisten der Vorgeschichte in Sachen Salz, mussten ihren Laden in Hallstatt leider dicht machen, nachdem die Römer mit dem Meersalz ihrer in Latium gelegenen Salinen, die sie den Etruskern abgeknöpft hatten, den Markt erobert hatten. Noch Jahrtausende später war es gängige Praxis, das gewonnene, gereinigte und raffinierte Steinsalz („Kochsalz“, 99,9 Prozent NaCl) durch Zugabe von naturbelassenem Meersalz geschmacklich zu verbessern, so z.B. bis in die 60er Jahre hinein in der Saline Bad Sooden-Allendorf.
 

3. Von Kühen und Menschen

Kühen brauche ich übrigens all dies nicht zu erzählen: Die haben das konventionelle Viehsalz, dem künstlich Magnesium, Kalium und Spurenelemente zugesetzt werden, nicht mehr angerührt, als zwischen diesem und naturbelassenem, unraffinierten Meersalz wählen durften. Im Vertrauen auf die Urteilsfähigkeit seines Viehs und an dessen Wohlergehen interessiert, orderte der Besitzer nach dieser ungewöhnlichen Geschmacksprobe eine komplette Lasterladung mit 24 Tonnen.

Menschen sind dagegen bereit, für ein als „Kristallsalz“ geschickt auf der Esoterikschiene positioniertes Steinsalz 20 Euro pro Kilo zu zahlen. Und was so viel kostet, muss ja schmecken, oder? Bei einem Weltmarktpreis von drei Pfennig pro Kilo möchten wir doch sehr bezweifeln, dass die „Kristallsalz“-Importeure den Produzenten in Pakistan freiwillig mehr bezahlen, ganz zu schweigen von dem was die Arbeiter dort verdienen und dass für den Abbau oft Kinder eingesetzt werden etc.pp. Prophylaktisch hat Peter Ferreira schon mal erklärt, sein Autorenhonorar für ein Kinderhilfsprojekt in Pakistan zur Verfügung zu stellen. Weder ist über die Existenz des Honorars noch über die des Projekts etwas bekannt, dafür immerhin über die des Herrn Ferreira: Nach Recherchen des Magazins „Focus“ befindet er sich gegenwärtig zur Neuordnung der Institutsgeschäfte auf den Fidschi-Inseln. Dort kennt man allerdings weder Meer- noch Steinsalz: Stattdessen wird das Pazifikwasser direkt in den Topf gekippt.
 

Wissenschaftliche Beratung: 
Dr. rer. nat. Günter Kross (Geophysik und Mineralogie), Dipl.-Biol. Andrea Siebert (Marisol Presse & PR)


Kritische Anmerkung zum obigen Text von Nico Böer:

Herr Böer verdient sein Geld selbst mit zum Teil sehr teurem Salz. Seine Kritik an Peter Ferreiras Hunza-Salz entspringt also nicht nur wissenschaftlichem Aufklärungsbedürfnis sondern auch dem wirtschaftlichem Konkurrenzkampf um Salz-Konsumenten.

Ich danke Herrn Alexander Glahn (Mannheim) für seinen Hinweis auf diesen Aspekt!
(Kai Fischer, April 2005)






MARISOL-Mitteilung vom 15.09.2003 

Das Wort hat Frau Ferreira

Kristallsalz: endlich eine Reaktion

Quelle im Internet: http://www.marisol.de/i15-28news.htm
 

Nach der deutlichen Kritik, die wir seit über einem Jahr am Kristallsalz und dem Geschäft, das damit gemacht wird, üben, war eine Reaktion lange überfällig. Nicht nur Peter Ferreira vom vorgeblichen „Institute of biophysical research”, sondern auch alle anderen Protagonisten der Szene hüllten sich bislang in Schweigen. Um so mehr freuen wir uns über eine Mail von Mercedes Ferreira, stellt sie doch die erste Stellungnahme dar, die bislang aus diesem Lager kam. Wir dokumentieren das Schreiben hier unverändert – und sind gespannt, wie es weitergeht:

................ Betreff: Fwd: Info 
Datum: Freitag, 12. September 2003 12:09 Uhr 
Von: Augusta7@aol.com 
An: nico@marisol.de 
Von: MercedesFerreira@aol.com 
Datum: Fri, 12 Sep 2003 07:06:01 EDT 
An: Augusta7@aol.com 
Betreff: Info 

Lieber Herr Böer, 

Neid und Missgunst scheint es in aller Herren Länder zu geben, wobei es in Deutschland natürlich etwas stark ausgeprägt ist. Es scheint auch in sehr engem Zusammenhang mit Unwissenheit, gepaart mit möchtegern-Aussagen zu stehen. 

Es gibt schon längere Zeit Doppelblindstudien z.B. von der Uni Graz/Österreich, von der Menschen wie Sie anscheinend noch nichts mitbekommen haben. Desweiteren Tausenden von Patienten und praktizierenden Ärzten, die für die Sache sprechen können. 

Sie sollten nicht ganz so laut Ihr Unwissen und Ihre Unkenntnis rausschreien. 
Ich wünsche Ihnen und Ihren Liebe, dass Sie weiter Ihren Weg finden, da Sie anscheinend noch auf der Suche sind. Niemand hat etwas gegen Kritik einzuwenden, aber Ihre Wortwahl ist doch etwas sehr persönlich. Pseudowissenschaft, Guru-Peter Ferreira. Was bitte soll das? 

Lieben Gruss noch an Ihr Team, bestehend unter anderem aus einem Hund und einem Pferd!!?? 
Ich verwette meinen Hut, das sind die besten Mitarbeiter von Ihnen, die können nicht soviel Müll reden. 

Herzlichst Ihre 

Mercedes Ferreira 

................

Kein Kommentar, dafür ein Hinweis zu den Doppelblindstudien aus Graz: Die würden uns in der Tat interessieren, von der Fragestellung über das Studiendesign bis zu den Erkenntissen. Uns liegen ebenfalls an der Universität Graz durchgeführte Kristallsalz-Analysen vor, die wissenschaftlich weder aussagekräftig noch haltbar sind. Bereits an der Technischen Universität Graz sieht man die Dinge kritischer, aber dies führt hier zu weit, denn über Glaubensfragen lässt sich bekanntlich lange streiten. 

 




Amüsantes Nachspiel im November 2004:

E-Mail vom "Landkaufhaus Mayer"
... und meine Antwort

Betreff: kristallsalz
Von: Landkaufhaus Mayer <landkaufhaus@t-online.de>
Datum: 16.11.2004 08:49
An: Kai Fischer

hallo herr fischer,
wirklich schade, schaun sie doch mal die seiten an, der lieben negativ schreiber sie werden sehen , es sind so gut wie alle salzverkäufer und wenn keine salzverkäufer dan irgendwelche dubiosen magazine die ihre auflage erhöhen wollen, teils sogar unter dem dekmäntelchen der religion. gibts dan da noch was hinzuzusetzen ??
es ist doch immer wieder das alte spiel, zuerst die liebe konkurenz durch den dreck ziehen und dann haargenau mit den fast selben aussagen geschäfte machen.

komisch ist nur das bis heute keiner dieser schreiber bei uns oder herrn ferreira direkt sich erkundigt hat?? fragen sie sich nicht auch warum nicht??

mfg
mayer

Hierauf antwortete ich folgendermaßen:


Betreff: Re: kristallsalz
Von: Kai Fischer
Datum: 16.11.2004 11:38
An: Landkaufhaus Mayer <landkaufhaus@t-online.de>


Sehr geehrter Herr Mayer,

es mag sein, dass hinter den von mir zitierten Textautoren andere Salzhändler mit ihren eigenen wirtschaftlichen Interessen stehen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass deren sachlich-wissenschaftliche Argumentation gegen das Ferreira-Salz sehr stichhaltig ist.

Bevor ich alle diese Artikel im Internet gefunden und sie dann zusammengetragen hatte, waren meine Frau und ich übrigens auch schon durch bloßes Nachdenken, durch ein paar grundlegende Schulkenntnisse in Chemie und Physik und etwas Recherche zu dem Schluss gelangt, dass Herr Ferreira absolut unhaltbare Fehlinformationen in die Welt setzt. Die von mir zitierten Texte untermauern unsere eigenen Erkenntnisse nur noch nachträglich.

Ganz davon abgesehen irritiert mich der Stil Ihrer e-Mail. Die durchgängige Kleinschrift, die mangelhafte Rechtschreibung, Ihre Ausdrucksweise und Ihr nicht besonders sachlicher Stil legen zwei verschiedene Gedanken nahe: Entweder sind Sie gar nicht der Herr Mayer vom Landkaufhaus Mayer - oder aber das Landkaufhaus Mayer hält es nicht für nötig, seriöse Korrespondenz zu betreiben.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Fischer


Was ich in meiner E-Mail zu schreiben vergaß:
Die Methode, die "liebe Konkurrenz in den Dreck zu ziehen", hat Peter Ferreira SELBST von Beginn an betrieben. Bereits in seinem berühmten Vortrag zu Wasser und Salz, der auf Tonkassetten große Verbreitung fand und den Salz-Boom auslöste, warnte er eindringlich vor anderen Händlern, die gewöhnliches Salz als teures Himalaya-Salz verkaufen. Wie wir heute wissen, handelt Ferreira selbst mit einfachem Salz aus Pakistan, das fern des Himalaya abgebaut wird.


Auf mein Schreiben an das Landkaufhaus Mayer bekam ich bis heute keine Antwort.



(Kai Fischer)



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